Ist Tee für Babys sicher? Die richtige Wahl für die Flüssigkeitszufuhr

Anja Meismann – examinierte Krankenschwester –  Expertin für Gesundheit und Tee

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Die Gesundheit und das Wohlbefinden eines Babys sind für Eltern von größter Bedeutung. Eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr spielt dabei eine entscheidende Rolle. Doch wie steht es mit dem Teekonsum von Säuglingen? Viele Eltern haben Fragen und Bedenken zu der Sicherheit und Eignung von Tee als Flüssigkeitslieferant.

Ziel dieses Artikels ist es, diese Fragen zu beleuchten und Eltern mit Informationen zu versorgen, diesen bei der Entscheidungsfindung helfen, inwieweit Tee für Babys sicher ist.

Tee für Säuglinge: Sicherheit und Überlegungen

Der Verdauungstrakt eines Neugeborenen befindet sich noch in der Entwicklung und kann darum auf bestimmte Substanzen empfindlich reagieren. Das wirft die Frage auf, ob Tee für Säuglinge sicher ist. Die kurze Antwort lautet: Es kommt darauf an.

Ist Tee für Babys sicher? Die richtige Wahl für die Flüssigkeitszufuhr

Experten betonen, dass der Teekonsum von Säuglingen mit Vorsicht zu genießen ist. Einige Teesorten können Risiken bergen, während andere Babys auf natürliche Weise unterstützen können.

Geeignete Tees für Babys

Bei der Auswahl geeigneter Tees für Babys ist Vorsicht geboten. Einige Tees sind besser geeignet als andere. Fencheltee und Kamillentee werden oft von Hebammen empfohlen, da sie natürliche beruhigende Eigenschaften haben und bei leichten Bauchbeschwerden helfen können. Rooibos-Tee ist ebenfalls sehr beliebt, da er kein Koffein enthält und mild und erfrischend ist.

Teesorte Hilfe bei Besonderheiten
Fencheltee Bauchschmerzen, Blähungen Natürlich beruhigend, kann Verdauung fördern
Kamillentee Bauchschmerzen, Unwohlsein Entzündungshemmend, sanfte Wirkung
Rooibostee Durstlöscher, Beruhigung Koffeinfrei, mild im Geschmack
Kamillen-Fenchel-Anis-Tee Verdauungsbeschwerden Mischung aus krampflösenden Kräutern
Süßholzwurzeltee Schonende Magenberuhigung Entzündungshemmend, mild im Geschmack
Haferstrohtee Sanfte Schleimbildung Bildet schützende Schicht im Magen
Tulsi-Tee Beruhigung, allgemeines Wohlbefinden Entzündungshemmend, natürliche Heilpflanze
Zitronenmelissentee Beruhigung, Verdauungsbeschwerden Entspannende Wirkung, zarter Zitronenduft
Ingwertee Unwohlsein, Verdauungsbeschwerden Beruhigt den Magen, reduziert Übelkeit

Bitte beachten Sie, dass Tee für Babys nur in speziellen Situationen und möglichst unter ärztlicher Anleitung gegeben werden sollte. Die richtige Dosierung und Auswahl der Teesorte sind entscheidend, um die Sicherheit und das Wohlbefinden des Babys zu gewährleisten.

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Welchen Tee sollten Babys auf keinen Fall bekommen?

Es gibt bestimmte Teesorten, die Babys auf keinen Fall bekommen sollten, da sie für sie schädlich oder ungeeignet sein können.

Kräutertees mit starken Wirkstoffen

Tees, die stark wirkende Kräuter wie Pfefferminze, Eukalyptus oder Süßholz enthalten, sollten Sie bei Babys unbedingt vermeiden. Diese Kräuter können bei Säuglingen unerwünschte Nebenwirkungen oder allergische Reaktionen hervorrufen.

Tees mit künstlichen Zusatzstoffen

Tees, die künstliche Aromen, Farbstoffe oder andere Zusätze enthalten, sind für Babys nicht geeignet. Diese Zusätze können allergische Reaktionen oder Unverträglichkeiten auslösen.

Tees mit Koffein

Teesorten wie Schwarz-, Grün- oder Kräutertee, die Koffein enthalten, sollten Säuglingen nicht zum Trinken gegeben werden. Koffein kann Unruhe, Schlafstörungen und andere negative Auswirkungen auf das empfindliche Nervensystem von Babys haben.

Diättees

Tees, die als Teil eines Diätplans oder zur Gewichtsreduktion beworben werden, sind nichts für Säuglinge. Diese Tees können unerwünschte Wirkungen haben und die Gesundheit des Babys gefährden.

Stark aromatisierte Tees

Tees mit starkem Geschmack oder intensiven Aromen, wie sehr süße Früchtetees, sind für Babys nicht zu empfehlen. Sie können den Geschmackssinn des Babys beeinflussen und zu Vorlieben für zu süße oder stark aromatisierte Lebensmittel führen.

Es ist immer ratsam, im Vorfeld einen Kinderarzt oder eine Hebamme zu befragen, bevor Tee oder andere Flüssigkeiten in die Ernährung eines Babys aufgenommen werden. Diese Fachleute geben individuelle Ratschläge, die auf den Bedürfnissen und dem Gesundheitszustand des Babys basieren.

Muttermilch oder Säuglingsanfangsnahrung als Hauptquelle der Flüssigkeitsaufnahme

Ungeachtet der möglichen Vorteile von Säuglingsnahrung muss man klar betonen, dass Muttermilch oder Säuglingsnahrung die Hauptquellen für die Flüssigkeitsaufnahme eines Säuglings sein sollten. Diese Quellen liefern die richtige Balance an Nährstoffen und Feuchtigkeit, die für Wachstum und Entwicklung unerlässlich sind.

Der richtige Zeitpunkt für die Einführung von Tee in die Ernährung

Das erste Einführen von Tee in die Ernährung eines Babys erfordert Fingerspitzengefühl. Viele Experten empfehlen, bis zum Alter von etwa sechs Monaten ausschließlich Muttermilch oder Säuglingsnahrung zu verwenden. Danach kann Tee langsam als Beikost eingeführt werden. Wichtig ist, den individuellen Entwicklungsstand und die Bedürfnisse des Babys zu berücksichtigen.

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Tee für Neugeborene nur bei begründeten Ausnahmesituationen

Fieber, Durchfall oder übermäßigem Schwitzen

Wenn das Baby aufgrund von Fieber, Durchfall oder starkem Schwitzen übermäßig Flüssigkeit verliert, ist die dosierte Gabe von Wasser oder Tee mitunter hilfreich, den Flüssigkeitshaushalt wieder ins Gleichgewicht zu bringen. Aber: Diese Teezufuhr besprechen Sie bitte im Vorfeld mit dem Kinderarzt oder der betreuenden Hebamme.

Bauchschmerzen, Bauchkrämpfen oder Blähungen

Insbesondere bei hartnäckigen Bauchbeschwerden, Bauchkrämpfen oder Blähungen ist Fencheltee eine beliebte wie bewährte Option sein. Hat das Baby damit Probleme, können Sie ihm vor den Mahlzeiten einen kleinen Löffel lauwarmen Fencheltee geben. Das könnte die Beschwerden mindern.

Zubereitung von babygerechtem Tee

Die Zubereitung von babygerechtem Tee erfordert durchaus eine gewisse Sorgfalt. Nutzen Sie ausschließlich hochwertige, ungesüßte Teesorten. Die Zubereitung erfolgt durch Eintauchen eines Teebeutels oder durch Aufgießen loser Blätter mit abgekochtem Wasser. Die Konzentration des Tees sollte für Säuglinge deutlich niedriger sein als für Erwachsene.

Lassen Sie den Tee dann etwa fünf Minuten ziehen und kühlen sie ihn anschließend auf Körpertemperatur ab.

Wie viel Tee darf ein Baby trinken?

Bei der Menge und Häufigkeit des Teekonsums für Säuglinge ist grundsätzlich Zurückhaltung geboten. Einige Teelöffel Tee pro Tag können ausreichen, um die positiven Eigenschaften zu nutzen, ohne das Baby zu überfordern. Ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Tee und anderen Nahrungsquellen ist sehr wichtig.

Wenn Ihr Baby Flaschen- oder Muttermilch erhält und bereits mit der Beikost begonnen hat, benötigt es täglich zusätzliche Flüssigkeit. Hier ein paar Orientierungswerte:

  • Bei Muttermilch und Brei: Höchstens 100 bis 200 Milliliter pro Tag.
  • Bei Muttermilch und fester Nahrung: Flüssigkeit zu jeder Mahlzeit; zusammen rund 200 Milliliter pro Tag.
  • Nur feste Nahrung: Flüssigkeit zu jeder Mahlzeit; zusammen rund 600 bis 700 Milliliter pro Tag.

Trotz des natürlichen Durstgefühls nach dem Abstillen sollten Sie sich nicht ausschließlich auf die Signale Ihres Babys verlassen. Bieten Sie Ihrem Baby gelegentlich Wasser oder Tee an, um sicherzustellen, dass es ausreichend mit Flüssigkeit versorgt ist.

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